Tübinger Aktion "Flüchtlinge aufnehmen" gestartet
Juli 2010
Die in Tübingen lebenden irak. Resettlement-Flüchtlinge wünschen sich eine Familienzusammenführung mit Angehörigen, die sich vor kurzem erneut in Damaskus beim UNHCR als Flüchtlinge registrieren lassen haben. Ein Sohn/Bruder ist im Februar in Bagdad bei einem gezielten Bombenanschlag getötet worden, worauf die Angehörigen erneut das Land verlassen mussten. Mit der "Tübinger Aktion Flüchtlinge aufnehmen" - siehe Dokument - wollen wir diese Menschen unterstützen. Wir fordern, dass sie in ein neuerliches Resettlement-Programm aufgenommen werden. Um hierfür politisches Gewicht zu bekommen, schreiben wir Prominente und politische Verbände und Initiativen an und werben deren Unterstützung ein. Für die Aktion bestehen bereits auch Kontakte zum Berliner UNHCR-Büro, das auch mit seinen Kollegen in Damaskus in Verbindung steht. Wer diese Aktion unterzeichnen möchte, soll dies bitte in einer E-Mail an kampagne@save-me-tuebingen.de erklären.
Tübingen hat Ja gesagt
Als vierte Stadt in Deutschland hat der Gemeinderat der Stadt Tübingen am 27. April 2009 einen Beschluss gefasst, der eine Aufnahme von Flüchtlingen über Resettlement befürwortet. Die Save-Me-Kampagne geht indes (auch in Tübingen) weiter...
Machen Sie mit und werden sie Patin/Pate!
Eine zentrale Aktivität der Kampagne ist die Werbung von Patinnen und Paten. Unterstützen Sie die SAVE ME-Kampagne und sagen sie
Ja! Informieren Sie sich und werden Sie Pate/Patin
Werden Sie Unterstützer-Organisation!
Derzeit 60 Initiativen und Organisationen unterstützen unsere lokale Kampagne, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Wenn auch Sie als Verein, Initiative, Institution oder Unternehmen Unterstützer-Organisation werden, tragen wir Sie auf der Homepage und in allen weiteren Publikationen der Kampagne als Unterstützer-Organisation ein. Schreiben Sie dazu einfach eine E-Mail an kampagne@save-me-tuebingen.de und erklären Ihre Unterstützung.
Wenn Sie auf "Kampagne" und dann "Unterstützer-Gruppen" klicken, finden Sie die aktuelle Liste der Unterstützerorganisationen.
Wer ist SAVE ME?
Hier erhalten Sie weiterführende Informationen zur Save-Me-Kampagne:
Bundesweite Save-Me-Kampagne mit Links zu allen Städte-Kampagne. Hier können Sie sich auch auf die bundesweite UnterstützerInnen-Liste eintragen.
Lokale Save-Me-Kampagne in Reutlingen
Lokale Save-Me-Kampagne in München
Flüchtlingsrat Baden-Württemberg
Bitte spenden Sie!
Mit einer Spende können Sie unsere politische Arbeit vor Ort unterstützen. Wir brauchen vor allem Geld für Öffentlichkeitsarbeit (Plakate, Flyer, Banner, Aktionsmaterialien) und die praktische Unterstützung von Flüchtlingen.
Wir freuen uns über große und kleine Spenden zur Unterstützung der Kampagne.
Bitte geben Sie dabei unbedingt das Stichwort "SAVE ME" an.
Bei Angabe der Adresse auf der Überweisung erhalten Sie eine Spendenbescheinigung vom Asylzentrum Tübingen.
Spenden bitte an:
Förderverein Asylzentrum Tübingen e.V.
Stichwort: SAVE ME
Kreissparkasse Tübingen
BLZ: 641 500 20
Konto Nr: 74 28 94
Dokumentation: Aufruf von September 2008:
Kommunen sagen JA zur Aufnahme von Flüchtlingen - Wir wollen, dass auch Tübingen mitmacht!
An allen Ecken und Enden der Welt herrscht Krieg. In den Krisengebieten
unserer Erde, wie z.B. Irak, Birma und Sudan sind Menschen auf der
Flucht. Doch noch nie war Fliehen so schwer wie heute. Die meisten
Flüchtlinge überwinden nicht einmal die ersten Grenzen. Nur ein Teil
erreicht die unmittelbaren Nachbarstaaten, die jedoch mit der Masse an
Schutzbedürftigten heillos überfordert sind. Selbst den Vereinten
Nationen fehlt das Geld, um die Flüchtlinge auch nur mit dem Nötigsten
zu versorgen. Weltweit sitzen Hunderttausende von Flüchtlingen am Rande
von Krisengebieten in Lagern fest, ohne eine Perspektive auf ein
menschenwürdiges Leben. Der Weg nach Europa ist ihnen verstellt. Die
Hürden sind nahezu unüberwindbar. Die Fluchtwege sind weit, teuer und
gefährlich. Tausende versuchen es trotzdem und sterben auf der Flucht.
Nur wer fit ist, wer also über Geld, Einfluss, viel Zähigkeit und Glück
verfügt, hat eine Chance. Frauen, Kinder, alte und kranke Menschen
meist nicht.
Was wäre eigentlich, wenn wir diesem Flüchtlingselend nicht mehr
tatenlos zuschauen würden? Wenn wir Menschen aus den Lagern heraus nach
Deutschland holen würden? Wenn wir tatkräftig zeigen würden, dass uns
das Schicksal der Flüchtlinge dieser Welt nicht gleichgültig ist?
Die Idee ist nicht neu. Immer wieder nehmen Staaten Flüchtlinge aus
akuten Krisensituationen auf und gewähren ihnen sicheren Aufenthalt.
Deutschland hat zuletzt vietnamesische Boatpeople und Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Bosnienkrieg aufgenommen. Dieses Resettlement
genannte Verfahren kann sicher nicht die Lösung für die weltweite
Flüchtlingsproblematik sein, aber es ist vielleicht für einige die
Rettung. Lange, gefährliche und teure Fluchtwege könnten vermieden
werden. Resettlement ist sicher kein Ersatz für Asyl: nach
wie vor müssen Flüchtlinge das Recht haben, an europäischen Grenzen
Schutz und Asyl zu fordern. Aber Resettlement könnte ein deutliches Signal setzen! Gegen Ausgrenzung, Anfeindung und Abschottung von Flüchtlingen.
Tübinger/Reutlinger Aufruf
Zum Start der lokalen Save-Me-Kampagnen in Tübingen und Reutlingen im Sommer 2008 gab es einen gemeinsamen Aufruf des Asylcafes Reutlingen und des Asylzentrums Tübingen. Ziel war, Partnerorganisationen auf der lokalen Ebene zu finden, die die lokale Kampagne politisch mittragen. Hier geht es zum Tübinger/Reutlinger Aufruf.


